FUTURIUM

BRANDING / CAMPAIGN / SIGNAGE

Das Futurium, das »Haus der Zukunft«, ein Veranstaltungs- und Ausstellungsort im Herzen des Berliner Regierungsviertels benötigte ein stilistisch vorwärtsgewandtes Erscheinungsbild, um das breite thematische Spektrum des Futuriums fassen und wirkungsvoll kommunizieren zu können. Die visuelle Identität, die wir im Zuge eines umfangreichen Markenpositionierungsprozesses entwickelten, sollte vorausschauend konzipiert sein, ohne dabei an eine konkrete Vision anzuknüpfen, deren Zukunftsfähigkeit sich irgendwann selbst überholt.

Architekturfotografie Schnepp Renou 

Futurium auf Page Online

Zukunft schreiben: Schriftzug und Futurium Font

Je dynamischer eine Institution agiert, desto flexibler muss ihr Kommunikationskonzept sein. Gleichzeitig bedarf es einer besonders markanten Handschrift, mittels derer es gelingt, die inhaltliche Diversität visuell zusammenzuhalten. Mit einem charakteristischen Logo-Lettering und der eigens entwickelten Futurium Hausschrift haben wir ein typografisches Fundament geschaffen, das einerseits Beweglichkeit bietet, anderseits bleibende Bezugspunkte zu dem Gebäude schafft.

Gebäude und Vorplatz des Futuriums wurden vom Berliner Architektenduo Christoph Richter und Jan Musikowski in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten JUCA entworfen. Die typografischen Grundbausteine, die unser Erscheinungsbild für das Futurium prägen, greifen Elemente auf, die in Architektur und Innenraumgestaltung bereits angelegt waren. 

Einsatzvielfalt jenseits rigider Raster

Jedes Erscheinungsbild, das eine Vielzahl unterschiedlicher Inhalte und Veranstaltungsformen bündeln muss, braucht ein Konzept, das auf beweglichen Komponenten beruht. Im Fall des Futuriums haben wir uns entschieden, der inhaltlichen Komplexität des kuratorischen Angebots ein reduziertes Key Visual entgegenzusetzen, das sich besonders vielfältig einsetzen lässt: Je nach Anwendung und Format werden die typografischen Bausteine der Marke durch eine aufgerasterte Fläche ergänzt oder ersetzt, die innerhalb des variablen Gestaltungsrasters selbst variiert werden kann.

Das Futurium möchte Zukunftsbühne, Zukunftsmuseum, Zukunftslabor und Zukunftsforum zugleich sein. Entsprechend versammelt es nicht bloß unterschiedlichste Projekte, Disziplinen und Menschen unter einem Dach, sondern kommuniziert auch auf zahlreichen Kanälen. Die Vielfalt klassischer und neuer Kommunikationsinstrumente, derer es sich bedient, wird von einem Satz grafischer Elemente zusammengehalten, die in verschiedenen Kombinationen vorkommen können. 

In der konkreten Anwendung bilden Typografie und Key Visual ein grafisches System, das vielfältige Spielarten ermöglicht. Die Modulation des Rasters, die sich bei wachsender Entfernung als Verlauf darstellt, greift die dynamischen Grundzüge des Futurium Fonts auf. Zudem wird durch die variable Punktdichte Raum für wechselnde Inhalte geschaffen. 

Zielsicher durch die Zukunft: Ein Leitsystem für das Futurium

Es ist nicht leicht, sich im umfangreichen kuratorischen Angebot zurechtzufinden, mit dem das Futurium die kulturelle Landschaft bereichert. Um Besuchern vor Ort die bestmögliche Orientierung zu bieten, haben wir ein umfangreiches visuelles Leitsystem entwickelt und den Futurium Font durch einen Satz prägnanter Icons ergänzt. Die einzelnen Informationselemente heben sich klar und kontrastreich vom Hintergrund ab, so dass die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude gewährleistet ist. Das Leitsystem fügt sich nicht bloß harmonisch in die Architektur des Futuriums ein – es wächst mit integrativen Bestandteilen auch aus seinen baulichen Strukturen heraus.

Während alle permanenten Informationen, wie Wegbeschreibungen zu feststehenden Räumen und Einrichtungen, in Form analoger typografischer Elemente existieren, werden temporäre Veranstaltungen mittels Projektionen und Monitoren vermittelt. Digitale und analoge Bestandteile ergänzen sich zu einem flexiblen, funktionalen System.

 

Die analogen Elemente des Leitsystems wurden aus einem Mineralwerkstoff gefräst. Aufgrund seiner spezifischen Zusammensetzung lässt sich dieser vielseitige Baustoff fugen- und nahezu nahtlos mit seinem Untergrund verbinden. So begünstigt er die integrative Wirkung der im Raum installierten – und scheinbar mit ihm verschmelzenden – Typographie.