GENERATIVES KOPFTHEATER
08 | 06 | 2018
GENERATIVES KOPFTHEATER MIT DEMOKRATISCHEM DESIGN

Peter Zizka schreibt, zusammen mit Christoph Maurer, in dem von Matthias Rettner herausgegeben Buch »Power of Diversity, the crossing lines project« (ISBN 978-3-95749-137-4, Verlag: Theater der Zeit) über Generative Gestaltung und dem oft gescholtenen Begriff eines demokratischen Gestaltungsprozesses. Bei Crossing Lines versuchten wir genau diese demokratische Strategie im Rahmen eines europäischen Theaterprojektes in die Tat umzusetzen. Sechs der zehn auf Basis von Bewegungsabläufen, Zuschauerbefragungen und den jeweiligen Landesfarben entstandenen generativen Motive sind ganzseitig im Buch abgebildet.

  • PETER ZIZKA SPEAKING  AT MUMBAI DESIGN FABRIC FESTIVAL
  • INDIA, MUMBAI DESIGN CONFERENCE
03 | 04 | 2018
DESIGN FABRIC FESTIVAL MUMBAI

Peter Zizka talks about finding new inspiration everyday while working at the intersection of art and design.

Design Fabric Festival is pegged as India’s first design festival and featured lectures, artist-led workshops, exhibitions, after-parties, and other events set to take place March 29-31 at Famous Studios, Mahalaxmi. The stellar line-up includes guest speakers from all over the world.

INTERVIEW MUMBAI TALK

Photo: devpriyamohata@gmail.com

14 | 09 | 2017
CXI Konferenz 2017 – Wir waren dabei!
Auf der CXI Konferenz 2017 in Bielefeld hat Prof. Achim Heine einen detaillierten Einblick in unser Projekt Hamburger Kunsthalle gegeben. Wir haben das größte deutsche Kunstmuseum während seiner umfassenden Modernisierung begleitet und für das Haus eine neue Corporate Identity entwickelt – vom Bauzaun bis zum Leitsystem, vom Corporate Design bis zur Website. Zusammen mit dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Hamburger Kunsthalle, Dr. Jan Metzler, hat Achim Heine über Museen im Umbruch, die Zusammenarbeit mit Bloggern und Plakatkampagnen ohne Logo gesprochen. 
 
Den Vortrag könnt ihr Euch ansehen unter: https://vimeo.com/226777557 
18 | 08 | 2017
ARCHITEKTURBIENNALE 2018 / DEFENSE OF THE WALL / SHORTLIST

Alle zwei Jahre ist es wieder soweit: Die gigantische Auswahlkommission ruft nach dem Generalkommissariat für den deutschen Pavillion der Architekturbiennale Venedig. Beim letzten mal machte „Making Heimat“ von sich reden. Das Konzept des Trios Elser/Scheuermann/Schmal, mit Wanddurchbrüchen und der "Arrival-City" Offenbach erntete enormen Zuspruch seitens der Besucher aber auch harsche Kritik. Man muss also mutig sein, sich auf diesem intellektuell verminten Terrain herum zu treiben. Dieses Jahr hatten auch Matthias von Ballestrem, Ludwig Engel und Peter Zizka ein Konzept vorgelegt. Ob es an der Partizipation von 10 jungen Architekturbüros, der Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Atelier Le Balto oder der Infragestellung einer ergonomischen Ausstellungssituation mithilfe tonnenweise eingebrachten Substrats lag, jedenfalls schaffte es dieses Konzept in die Endausscheidung mit einer Hand voll anderen profunden Mitbewerbern. Unser Titel: „In Defense of the Wall“ und damit ein Plädoyer für die Mauer als kreative Schnittstelle durch deren multiple Abgrenzungsfunktion ebenso viele Geschichten entstehen. Wie man jetzt weiss, ist diese Idee diametral entgegengesetzt zu dem von Marianne Birthler kuratierten Siegerentwurf von Graft Architekten. Kolja Reichert kommentierte zum Graft Entwurf kürzlich in der FAZ: „Unbuilding Walls soll die Ausstellung heißen, was zunächst einmal überrascht, da man doch gerade das Errichten von Mauern als konstitutive Idee der „Mutter aller Künste“ (Vitruv) bezeichnen könnte“.

24 | 07 | 17
SCHNITTSTELLEN HABEN ES IN SICH

Zufall oder Schicksal? Rams begann im gleichen Jahr bei Braun, als Marcel Bezençon den Eurovision Song Contest aus der Taufe hob. Was das miteinander zu tun hat? Zu lesen in dem neuen Bilanz Artikel.

Link: Bilanz Schweiz: Design und ESC - wie das zusammenpasst

09 | 02 | 2017
UNTERWEGS IN MEXICO MIT HECTOR ESRAWE, MICHAEL ROJKIND UND STEFAN SAGMEISTER

Eine einzigartige architektonische Stilmix-Enclave im Urwald rund um Xilitla – der Exzentriker Edward James hat hier Vergänglichkeit in Beton gegossen – ein kleiner Bericht über Mexico, Design und Sepentinen ...

Link: Bilanz Schweiz – Mexicos surrealistischer Traum im Urwald

06 | 01 | 2017
HLZ PENNANT EDITION 2016

Unser typografisches Objekt zum Jahreswechsel:

wider den unstillbaren Appetit ungehemmten Wachstums

Der brasilianische Visionär und ehemalige Stahlmagnat Bernardo Paz kam zu einem Gedankenaustausch in das Frankfurter Studio.  Ein toller Mann der sein Leben einer 140 Hektar grossen Koexistenz von Kunst und Natur namens Inhotim verschrieben hat
11|12|16
BERNARDO PAZ BEI HLZ

Der brasilianische Visionär und ehemalige Stahlmagnat Bernardo Paz kam zu einem Gedankenaustausch in das Frankfurter Studio. Er hatte als Gastredner die Besucher des FAZ Forums in Berlin mit seinen kritischen Ausführungen über die Schieflage unserer globalisierten (und zumindest in kommunikativer Hinsicht) synchronisierten Gesellschaft trotz winterlicher Temperaturen zum brütenden Nachdenken gebracht. Dass er insbesondere die weltfremde Perspektive einer ökonomisierten und elitenorientierten Kulturszene aufs Korn nahm, war eine echte Berreicherung des Forums. Ein toller Mann, der sein Leben einer 140 Hektar großen Koexistenz von Kunst und Natur namens Inhotim verschrieben hat.

koenigsklass, Eike König, Saunatalk
14 | 11 | 2016
VORTRAG ZWISCHEN EGO UND KOLLEKTIV

Die HFG-Content-Enklave namens »Königsklasse« bietet zwar keine Klimaanlage (Saunatalk) aber ein kleines Selfmade-Amphitheater, das einen geradezu umschließt – hier mal aus meiner Perspektive gezeigt
Schön, wenn Hochschulen solche Vortragsreihen immer wieder aus der Taufe heben und dann auch noch eine Suppe und ein Drink dazugehören. Thema Ego und Kollektiv und Situation – eine Synergie.

07 | 10 | 2016
RENDERING REALITÄT

Ein neuer Text in der schweizer Bilanz. Warum rendern Designer sich in der Regel scheinbar perfekte Welten zurecht und geraten dabei schnell ins Fahrwasser realitätsferner Getaltungsstrategien?

Link zur Designkolumne der schweizer Bilanz

Davon, wie Design den Gegensatz von Kunst und Werbung überwinden kann, berichtet Peter Zizka in seinem Vortrag für die Typografische Gesellschaft München – und von der Möglichkeit einer neuen gesellschaftlichen Relevanz von Design als Gegenstand und Ergebnis präziser ­Analyse.
10 | 07 | 2016
BERICHT AUS DEM ZWISCHENRAUM, MÜNCHEN, BLACKBOX GASTEIG

Davon, wie Design den Gegensatz von Kunst und Werbung überwinden kann, berichtet Peter Zizka in seinem Vortrag für die Typografische Gesellschaft München – und von der Möglichkeit einer neuen gesellschaftlichen Relevanz von Design als Gegenstand und Ergebnis präziser ­Analyse.

Webseite der Typografischen Gesellschaft München

Foto: Michael Bundscherer

20 | 06 | 2016
DIE LEIDEN DES JUNGEN GÄRTNERS

Mal etwas zum Thema Garten, auch wenn es regnet wie der Teufel ...

Link zum Text in der schweizer Bilanz

Stefan Sagmeister HAPPY SHOW im Frankfurter Museum für aAngewandte Kunst Kurator Peter Zizka
Pressekonferenz
24 | 04 | 2016
STEFAN SAGMEISTER HAPPY SHOW

Die Happy Show von Stefan Sagmeister ist eröffnet. 

Einerseits eine tolle Zeit für das ganze Büro, denn Heine/Lenz/Zizka hat die gesamten Kommunikationsmaßnamen zur frankfurter Happy Show zusammen mit Sagmeister & Walsh realisiert, andererseits war Peter Zizka der Kurator und Initator der Ausstellung selbst. Man sah ihn kaum im Büro, dafür aber auf dem Dach des Museums für Angewandte Kunst und tagtäglich mit Stefan durch die Gänge wandeln, um dann abends die persönlichen Kommentare an diversen Stellen entdecken zu können.

Die Ausstellung ist bis zum 25. September geöffnet und macht, wie Stefan Sagmeister am Eingang gleich zum Besten gibt, nicht glücklicher – sehenswert ist sie allemal. Allein in der »Nacht der Museen« waren über 9.000 Besucher in der Happy Show

Seite der HAPPY SHOW im Museumangewandtekunst Frankfurt am Main

Pressekonferenz Happy Show Foto: Andreas Baier

Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main zeitgenössische Interventionen
25 | 03 | 2016
Austellung im Museum Angewandte Kunst Frankfurt "Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main"

Kuratoren: Prof. Dr. Klaus Klemp und Prof. em. Friedrich Friedl, Peter Zizka und Matthias Wagner K (zeitgenössische Positionen)

Nach dem Ersten Weltkrieg entstand in Frankfurt am Main ein einzigartiges Modernisierungs- und Gestaltungsprojekt, das als „Das Neue Frankfurt“ vor allem in die Architekturgeschichte eingegangen ist.

Die Schau stellt die 1920er Jahre ins Zentrum und spannt den zeitlichen Bogen weiter über die Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre.

Die intensive Spurensuche in der Vergangenheit wird in „Alles neu!“ ergänzt durch aktuelle gestalterische Positionen in Form von die Ausstellung durchdringenden Interventionen von Sandra Doeller, Michaela Kessler, Chris Rehberger, hauser lacour, Eike König, Klaus Mai, MESO, Pixelgarten, saasfee*, Schultzschultz, Markus Weisbeck und VIER5.

 
* Abb. SchultzSchultz typografische Arbeit / zeitgenössische Positionen
26 | 02 | 2016
Neuer Text in der Bilanz Design Kolumne, zwei Designkreuze für ein Halleluja

Man lobt ja gerne auch mal Kollegen ...

Die Niederlande sind ein Mekka des Kommunikationsdesigns. Das zeigen zwei der wichtigsten Designbüros mit zwei grundverschiedenen gestalterischen Positionen. Beides Ideen-Enklaven von Weltrang.

http://www.bilanz.ch/kontributoren/zwei-designkreuze-fuer-ein-halleluja

05 | 01 | 2016
Neuer Artikel in der Bilanz: Weihnachten im Banne der dunklen Macht

von Peter Zizka

Tradition an Weihnachten reicht vom Essen über den Gesang bis hin zu Dekoration. Zusammen mit der dunklen Macht des Marketings – 2015 beherrscht durch Star Wars – bleibt kaum Platz für gutes Design, 

weiterlesen...

 

museumgoods.de, museumsshop, deutsche guggenheim, peter zizka,, Wortfusion, Tag der deutschen Einheit, Klambt, #instagood
09 | 12 | 2015
MEGAKOMBINAT jetzt als Edition bei museumgoods erhältlich

Objekt: Edition zur Lichtinstallation WORTFUSION / Material: Stahlblech, gelasert, pulverbeschichtet , gold / klein: 30x3,5x3cm / 201 g // groß: 50x6x5cm / 560g //

Text: Edition zur Lichtinstallation WORTFUSION an der Paulskirche in Frankfurt a. Main zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015

See more here.

Wim Wenders, Achim Heine, Michael Lenz, Peter Zizka, Fotografie, Grafik, Typografie, Tim Juedemann
27 | 11 | 2015
Wim Wenders in Lissabon »In broad daylight even the sounds shine«

Die Ausstellung wurde in Kollaboration mit dem Lisbon & Estoril Film Festival, der Wenders Images und der Wim Wenders Stiftung realisiert und ist vom 7. November 2015 bis 2. April 2016 im Reservatório da Mãe d’Água das Amoreiras in Lissabon zu sehen. Organisation Wim Wenders Foundation, kuratiert von Anna Duque y González und Laura Schmidt.

Plakatdesign von Heine/Lenz/Zizka

27 | 11 | 2015
Neuer Artikel in der Bilanz von Peter Zizka: Die Quadratur des Kreises

Generationen von Autobenutzern und Designern sind auf grosse und breite Räder als Mass aller Dinge geprägt. Bei den drehenden Vierrädern ist Reibung der Feind – ganz anders als bei Kunst und Design. weiterlesen...

25 | 09 | 2015
Hyper trifft auf Broiler - Wortfusion zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit

Peter Zizkas Lichtinstallation, entstanden in Zusammenarbeit mit Atelier Markgraph, wird ab Montag täglich von 21 bis 23 Uhr an der Frankfurter Paulskirche zu sehen sein. Das Projekt »Wortfusion« zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit setzt sich mit Sprachentwicklung während der Deutsch-Deutschen Teilung auseinander. Hyper trifft auf Broiler – den westdeutschen Maximierungsattributen werden funktionale Begriffe aus der DDR gegenübergestellt und das auf zurückhaltender, typografischer Ebene und ganz ohne aufsteigende Luftballons.

Video der installation ansehen

WORTFUSION, Athea Oestreicher, Achim Heine, Michael Lenz, Peter Zizka, Heine/Lenz/Zizka, Typografie,  Tag der deutschen Einheit
Plakat WORRTFUSION

frisch aus der Werkstatt

24 | 07 | 2015
„Vom Verbergen“: im Museum Angewandte Kunst Frankfurt

Die Ausstellung "Vom Verbergen" fragt nach den Geschichten, die in Objekten verborgen sind und wirft dabei mit 30 Einzelpräsentationen einen heterogenen und vielseitigen Blick auf die Sammlung des Museum Angewandte Kunst. Die Ausstellung beginnt einen Prozess des Entbergens und fragt anhand von einzelnen Positionen darüber hinaus, wie ein Museum und dessen Sammlung funktioniert.

Die Frankfurter Rundschau kommentiert: "Was ist die einzelne Hostie gegen die schmucke Hostienpyxis aus Frankreich (nach 1250)? Kurator und Gestalter Peter Zizka platziert sie inmitten von drei Wänden, aus denen ganz individuelle und recht naturalistische Zungen sich strecken, züngeln. Er sei Messdiener gewesen, erzählt Zizka, erinnere sich noch an den Anblick all der Zungen, die plötzlich so intim aus ansonsten eher verschlossenen Bürgermündern hervorkamen, um die Oblate entgegenzunehmen".

Kuratierung, Kurator, Museum für angewandte kunst Frankfurt, Vom Verbergen, Installation, Pro Multis, Zungen, Phyxis
27 | 05 | 2015
Die Ergonomie des Verstehens

Bilanz, das grösste Finanzmagazin der Schweiz hat sich entschieden das inhaltliche Portfolio zu erweitern und Spezialisten eingeladen ihre Gedanken zu unterschiedlichen Themen festzuhalten. Neben u.a. Henryk M. Broder, Matthias Matussek, Ulf Poschardt wurde Peter Zizka ausgewählt um die Designkolumne der Bilanz.ch zu schreiben. In unserer Werkstatt werden wir von nun an regelmässig den Link zu dieser Kolumne bereitstellen.

Im seinem ersten Beitrag beleuchtet Peter Zizka die Kultur des Streamens, im zweiten Artikel geht es um die Relevanz von Orientierungssystemen. 

Street-Content Metamorphosis Project

September 2014 / Görlitz

»street-content metamorphosis project« von Eike König und Peter Zizka für die Deutsche Studienstiftung mit Studenten u.a. aus den Meisterklassen der Kunstakademien Düsseldorf/Bremen sowie unterschiedlichen Deutschen Designfakultäten.

Architektur ist in der Regel eine in Stein gehauene oder daraus gegossene Konstante in unserem visuellen Alltag. Allenfalls die Abrissbirne, das Sprengkommando oder der Zahn der Zeit sind normalerweise in der Lage eine Art der Transformation herbeizuführen. Die Aufgabe im Rahmen des Workshops bestand darin, mit dem subversiven Potential unseres Denkens, Farbe und Inhalt in diese unbewegliche Welt zu bringen. Die Stipendiaten tauchten in diese manifeste Sphäre ein und transformierten Kraft des Wortes und der Typografie Situationen, die gemeinhin als immobil gelten. Kein Graffiti im traditionellen Sinn, keine Illustration, sondern die Interaktion zwischen Schrifttype, Wortinhalt und vorgefundenen Raum schaffen einen Diskurs der sonst Orientierungsystemen vorbehalten ist. 

Die Stadt Görlitz gab Ihr bestes, um diese Tagesaktion zu ermöglichen, indem sie uns Umspann-Werk und Renaissancegebäude zur Verfügung stellten, an denen die Studenten kollektiv tätig wurden - Ein spannend-umspannendes Werk also. 

 

 

A. Pollmann, J. Mester  |  J. Büttner  |  I. Enders

EIN DENKMAL FÜR DAS UNERKLÄRBARE

Auf Initiative der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg schrieb der Senat der Stadt Anfang des Jahres einen Wettbewerb für die Gestaltung eines »Gedenkortes für die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz« aus.

Auch der Berliner Künstler und documenta-IX-Teilnehmer Via Lewandowsky wurde (u.a. neben Olaf Metzel und Ilya / Emilia Kabakov) angefragt und bat Peter Zizka um Unterstützung. Aus der Zusammenarbeit heraus entstanden zwei Elemente, die mögliche Antworten für die Aufarbeitung der Thematik anbieten und der Nichtpräsentierbarkeit des Unheils gerecht zu werden versuchten:

Zum einen wurde für das am Hamburger Dammtor befindliche so genannte »76er-Denkmal« eine permanente und dennoch temporär erscheinende Einrüstung kreiert, zum anderen ein archivarisches, gelochtes Blatt entwickelt, das als Logo, Info- und Gedenktafel fungiert – medial vermittelt durch eine entsprechende Internetseite sowie eine App.

 

Das begehbare Gerüst schafft einen neuen nichtinvasiven Zugang zu einem Denkmal, das entsprechend der perversen 1000-jährigen Existenzbehauptung des dritten Reiches  als unnahbarer monolithischer Riese erscheint. Das Gerüst ermöglicht eine genauere Betrachtung und damit kritische Auseinandersetzung mit dem Dargebotenen und offenbart, oben angekommen, das es sich, baulich wie inhaltlich, um einen Hohlkörper handelt. Die Prozesshaftigkeit ist dabei intendiert und unterstützt den Gedanken, dass die Reflektion des NS-Unrechtsstaates und seiner Opfer nie zu ende sein kann.  

Das gelochte Blatt als papiergewordenes Verwaltungstool des Schreckens repräsentiert das bürokratische System im Hintergrund.

 

 

»Auch wenn der Wettbewerbsbeitrag letztendlich nicht realisiert wird, hat die Zusammenarbeit mit Via Lewandowsky das Büro insgesamt weitergebracht. Vias konzeptionelle Herangehensweise an solch fast unlösbaren Umwidmungskonzepte im öffentlichen Raum war von einer intensiven und integren Auseinandersetzung mit dem ‚76er-Denkmal’, aber auch seiner politischen Dimension geprägt. Ich hab dabei einiges gelernt, das jenseits der eigenen Designstrategie neue Denkräume eröffnet – dafür bin ich dankbar«, resümiert Peter Zizka.

INSTANT STATEMENTS

In der Reihe „Außenseiter und Eingeweihter“ hat der Berliner Fotograf Oliver Mark Personen des öffentlichen Lebens auf Sofortbildfilm von IMPOSSIBLE festgehalten. Das Ergebnis scheint dabei wie eine Manifestation der Tugenden der Sofortbildfotografie: Jedes Bild zeigt dem Betrachter, dass man mit einer Polaroidkamera eben nicht das eingeübte Kameralächeln provoziert, sondern in der Lage ist, einen einzigartigen, "echten" Moment einzufangen. 

"Außenseiter und Eingeweihter" ist die erste Ausgabe der von Achim Heine initiierten Reihe „Instant Statements“, die im Hatje Cantz Verlag erscheint und für die Heine auch fortan als Herausgeber fungiert.

PETER ZIZKA bei »OUT THE BOX«

Peter Zizka war eingeladen die fünfte Auflage der »Out the Box«-Reihe zu bestreiten. Eine Box voller Objekte war die Gesprächsgrundlage für einen Abend mit unvorhersehbarem Ausgang. 

Dokumentation und Interview der Veranstaltung 

 

Rasantes Zusammenspiel von Architektur und Typografie

Gleich einer stilisierten Silhouette ragt die Autobahnkirche Siegerland auf der Raststätte Wilnsdorf empor. Ein spektakulärer Entwurf der Frankfurter Architekten Schneider und Schumacher, der Reisenden einen Ort der Ruhe und Einkehr bietet. Er basiert auf dem bekannten Piktogramm, das auf Autobahnkirchen hinweist.

Peter Zizka war eingeladen, einen Schriftzug zu gestalten, der einen Vers aus dem Psalm 91 abbildet und neben der Eingangstür prangt: 

„Er hat seinen Engeln befohlen, dich zu behüten auf allen deinen Wegen.“

Die typografische Interpretation sieht für den religiösen Inhalt einen dynamischen, kursiven Schriftzug vor, der eine lineare Grundlinienachse aufweist und in ähnlicher Anmutung auch auf den Heckklappen italienischer Sportkarossen zu sehen ist. 

cxi-Konferenz

Ein begeistertes Publikum verfolgte unsere Präsentation auf der cxi-Konferenz am 12. Juni in Mainz. Hier treten Designer und Auftraggeber gemeinsam an, um vor Studenten und Marketingprofis über besonders gelungene Projekte zu berichten. Finn Sienknecht und Florian Kaps, Gründer von „The Impossible Project“, präsentierten die Zusammenarbeit an der Entwicklung des Erscheinungsbildes des Unternehmens, das den Sofortbildfilm vor dem Verschwinden rettete und weiter „Impossible“-Filme in einer ehemaligen Polaroid-Fabrik im niederländischen Enschede produziert.

Das Virtuelle Minenfeld bei der UN in New York

Das Projekt von Peter Zizka ist viel unterwegs. Nach der Einladung zur Präsentation in Genf war die Ausstellung bei der UN in New York zu sehen.

SYMBIOSIS

Small Arms sind ein hinreichend in der UN bekanntes Problem. Restbestände und Produktionskapazitäten aus den ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten, China, aber auch aus den Lagern und Fabriken Europas landen trotz Ausfuhrbeschränkungen in Spannungsgebieten und ermöglichen hier erst die Prolongation der Gewalt.

Das Projekt SYMBIOSIS von Peter Zizka versucht, Waffen konkret unschädlich zu machen und gleichzeitig durch Ästhetisierung einen gesellschaftsrelevanten Prozess anzustoßen, der den Diskurs zur Problematik Small Arms auf einer breiten Kommunikationsebene erfahrbar macht.

Weitere Informationen zum Projekt: www.symbiosisproject.de

Schlagende Verbindung

Wir finden, dass es Zeit ist für eine durchschlagende Irritation an der Zuckerbäckerfront, die selbstverliebt an Weihnachten alles mit dem süßlichen Guss der Glückseligkeit glasiert.

Also fügen wir zwei Antagonisten zusammen, die beide nichts anderes im Sinn haben als für Ordnung zu sorgen. Die Ausstechform sorgt für das weihnachtliche Genuss-Corporate-Design mit der Brutalität eines formalen Standards, der Schlagring für Ordnung im Ring der muskelbepackten Bare-Nuckle-Fäustlinge. 

Am Ende entsteht die schlagende Verbindung aus Zimtsternidylle und Neujahrsheadbanging – natürlich stilvoll mit Goldauflage.

Das virtuelle Minenfeld

Mit dem virtuellen Minenfeld konzipierte Peter Zizka eine Mischung aus Kunstprojekt und Installation.

Auch unsere Gesellschaft ist ursächlich am Einsatz von Minen beteiligt und hat diese Waffengattung stetig verbessert und produziert. Trotzdem scheinen sie aus unserem Leben verbannt und gelten als barbarisches Mittel der Gewaltanwendung.

Und das ist die Idee des Virtuellen Minenfelds: städtische Institutionen, Behörden, Schulen, Theater, Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen nehmen sich der Minenfelder dieser Welt an, indem sie für symbolisch ausgewiesene Flächen einen Mindestbetrag von 500 € spenden. Als Bestätigung für die übernommene Verantwortung erhalten alle Spender ein Segment der Installation. Der Erlös der Aktion kommt den Minenräumprojekten von Medico International in Afghanistan und Angola zugute. 

Weitere Informationen zum Projekt: www.virtuelles-minenfeld.de

ADC Europe und Deutschland, Gold / ADC Europe Gold / DDC Award, Gold / iF communication design award, Auszeichnung / reddot award, Auszeichnung

Wandteller, Aussendungen